Akkus

Low Cost vs. High-Tech

Was sind die Unterschiede zwischen Blei-Gel- und Lithium-Akkus?


  • Preis – ein Lithium Akku kostet ein viel-faches eines Blei-Gel-Akkus.

  • Gewicht – ein Blei-Gel-Akku mit 48V 20Ah hat ein Gewicht von 28kg, ein vergleichsweiser Lithium-Akku bloß 10,7 kg.

  • Ladezyklen – ein Lithium Akku hält etwa 1.000 Ladezyklen, ein Blei-Gel-Akku bloß 350, danach kann der Blei-Gel-Akku nur noch etwa 80% seiner Kapazität nutzen. 

  • Lebensdauer  hier 2 Fallbeispiele für unterschiedlich häufiges Laden anhand beider Akku-Systeme:
    Fallbeispiel 1: Wenn man seine Blei-Gel-Akkus 1x pro Woche lädt, sollten es etwa bis zu 5 Jahre dauern bis die Akkus nur noch 80% ihrer Kapazität (~40-48 km) zur Verfügung stellen.
    Fallbeispiel 2: Wenn man seine Lithium-Akkus so gut wie jeden Tag lädt, dauert es etwa 3 Jahre bis die 1.000 möglichen Ladezyklen erreicht sind. 

  • Größe – ein Blei-Gel-Akku mit 48V 20Ah hat Abmessungen von etwa 40x20x18cm. Ein doppelt so starker Lithium-Akku (40Ah) hat Abmessungen von etwa 30x22x17cm, benötigt also in Hinblick auf die Kapazität bloß etwa 1/3 des Platzes.

  • Ladeverhalten – ein Lithium-Akku kann bereits in 15-20 Minuten ~80% seiner Ladekapazität aufladen (in Abhängigkeit seines Entladestatus beim Anstecken). Eine vollständige Laden eines Lithium-Akkus dauert etwa 5 Stunden.
    Bei einem Blei-Gel-Akku dauert dies um einiges länger. Wir verwenden für das Laden der Blei-Gel-Akkus absichtlich langsam ladende Ladegeräte. Eine vollständige Ladung dauert hier 9,5 Stunden (typischerweise lädt man die Akkus somit in der Nacht), dafür werden die Blei-Gel-Akkus hierbei entsprechend geschont. Zwar wäre es auch möglich, Blei-Gel-Akkus weitaus schneller zu laden, doch würde dies eine weitaus kompliziertere Ladetechnologie bedeuten. Ebenso würde sich damit das Risiko erhöhen, dass die Akkus viel schneller ihre Kapazität verlieren. Wir testen bereits diverse Schnell-Ladegeräte für Blei-Gel-Akkus (~80% innerhalb von 1-2 Stunden) und würden diese bei Bestehen in unserem Shop als Zubehör anbieten. 

  • Entladeverhalten – ein Lithium-Akku hält seine Kraft bis er leer wird, sprich ein Leerwerden kündigt sich nicht im Fahr-Verhalten des Scooters an. Bei Blei-Gel-Akkus verringern sich im letzten Viertel der Ladekapazität Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit etwas, dadurch erkennt man auch im Fahr-Verhalten des Scooters die baldige Notwendigkeit eines Nachladens. Bei einigen unserer Modelle ist am Tachometer zusätzlich zum klassischen Ladebalken auch die Voltzahl ersichtlich - dies hilft zusätzlich bei der Beurteilung des Ladestandes.

  • Memory-Effekt – Blei-Gel-Akkus sollte man zumindest etwas mehr als zur Hälfte entladen bevor man diese erneut lädt (am besten versucht man diese so gut als möglich leer zu fahren). Lithium-Akkus sind diesbzgl. nicht so sensibel und vertragen ein Nachladen bereits zu einem früheren Zeitpunkt, man sollte diese bloß alle 15 Ladezyklen so gut als möglich vollständig entladen. Beide Akku-Typen müssen ein paar mal geladen werden um die maximale Kapazität zu erlangen.

  • Energierückgewinnung  diese Technologie ist nur bei Lithium-Akkus sinnvoll. Je nach Terrain und Fahrweise ist eine Verlängerung der Distanz von zwischen 5 und 10% möglich. Blei-Gel-Akkus mögen ein dauernd abwechselndes Laden und Entladen nicht – dadurch würde sich sowohl die Ladekapazität als auch die Ladezyklen verringern.

  • Sicherheit  Lithium ist leicht entzündlich, was im Falle von defekten Ladegeräten und/oder Akkus zu einem Brand führen kann. Bei Blei-Akkus kann dies gemäß unserem Wissensstand nicht passieren. 

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